Geschäftsführerwechsel bei Micro-Epsilon
Der Geschäftsführer und Miteigentümer von Micro-Epsilon Messtechnik in Ortenburg, Dipl.-Ing. Karl Wisspeintner, hat nach 35 Jahren die Leitung des Unternehmens an Prof. Dr. -Ing. Martin Sellen übergeben, der damit die Verantwortung für die Bereiche Produktion und Entwicklung übernimmt. Die Übergabe erfolgte bereits am 16. Januar, wurde aber erst im März einer breiten Öffenlichkeit bekannt gegeben. Dipl.-Phys. Johann Salzberger, bisher als zweiter Geschäftsführer zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb, übernimmt zusätzlich die finanzielle Führung des Unternehmens. Auch die Söhne von Wisspeintner sind in den letzten Jahren dem Unternehmen beigetreten und haben inzwischen Führungspositionen übernommen, Dr. Alexander Wisspeintner als Leiter Informationstechnologie und Dr. Thomas Wisspeintner als Leiter Entwicklung Sensorik.

Prof. Sellen ist seit vielen Jahren für Micro-Epsilon tätig und war entscheidend an der Entwicklung der heutigen Strukturen des auf die Messung von Weg, Abstand, Position und Temperatur spezialisierten Unternehmens beteiligt. Erste Kontakte zu Micro-Epsilon knüpfte er bereits als Diplomand und Doktorand. Er hat 16 Jahre lang die Abteilung Entwicklung geleitet, bevor er sich die letzten zwei Jahre als Assistent der Geschäftsleitung auf seine neuen Aufgaben vorbereitet hat.
Der studierte Elektroingenieur Karl Wisspeintner hat Micro-Epsilon entscheidend geprägt. Er hat das Unternehmen, das ursprünglich als Fünf-Mann-Betrieb in erster Linie Dehnungsmesssteifen aus den USA in Deutschland vertrieb, zu einer mittelständischen, weltweit agierenden Entwicklungs- und Produktionsgruppe mit etwa 200 Mitarbeitern in Ortenburg und etwa 550 weltweit geführt. Wisspeintner trat 1976 in das Unternehmen ein, kurz nachdem Franz Frischen seine 1968 in Hannover gegründete Firma nach Ortenburg verlegt hatte. Das Handelsunternehmen entwickelte sich zu einem produzierenden Unternehmen, und Physiker Johann Salzberger kam ein paar Monate später als erster Vertriebsingenieur hinzu.
Erstes Highlight war das 1980 auf der Interkama in Düsseldorf vorgestellte erste eigene Wirbelstrommesssystem. Es folgten weitere Neuentwicklungen und die stetige Erweiterung um weitere Sensor-Produktgruppen, 1987 kam der Bereich der optischen Messtechnik hinzu. Nach der Wende erfolgten Zukäufe und Auslandsniederlassungen. Das Krisenjahr 2009 hat Micro-Epsilon gut überstanden und den Umsatzrückgang in den folgenden zwei Jahren mehr als aufgeholt, sodass es die seit 30 Jahren bestehenende Umsatzsteigerung von durchschnittlich 16 Prozent jährlich weiterhin verzeichnen konnte. Als Lehre aus der Krise möchte das Unternehmen sich breiter aufstellen und in neuen Branchen aktiv werden. Neben dem Halbleiterbereich, der gestärkt werden soll, sieht Prof. Sellen zum Beispiel die Luftfahrt und die Medizintechnik als interessante Zukunftsmärkte für das Unternehmen.
Karl Wisspeitner sieht sein Unternehmen gut aufgestellt und ist zuversichtlich, was die Zukunft von Micro-Epsilon betrifft – trotz aktueller Finanzkrise –, denn abgesehen davon, dass Sensorik immer gebraucht wird, »kann die Welt ohne Sensorik nicht mehr ernährt werden«. Er bleibt dem Unternehmen erhalten, indem er die Koordination der Micro-Epsilon Holding übernimmt und somit die Geschicke der Firmengruppe lenkt, zu der inzwischen 20 Unternehmen gehören mit einem Gesamtumsatz von etwa 100 Millionen Euro.

Die Führungsriege bei Micro-Epsilon (v.l.n.r.): Dr. Alexander Wisspeitner, Johann Salzberger, Karl Wisspeitner, Prof. Dr. Martin Sellen und Dr. Thomas Wisspeitner
Prof. Sellen ist seit vielen Jahren für Micro-Epsilon tätig und war entscheidend an der Entwicklung der heutigen Strukturen des auf die Messung von Weg, Abstand, Position und Temperatur spezialisierten Unternehmens beteiligt. Erste Kontakte zu Micro-Epsilon knüpfte er bereits als Diplomand und Doktorand. Er hat 16 Jahre lang die Abteilung Entwicklung geleitet, bevor er sich die letzten zwei Jahre als Assistent der Geschäftsleitung auf seine neuen Aufgaben vorbereitet hat.
Der studierte Elektroingenieur Karl Wisspeintner hat Micro-Epsilon entscheidend geprägt. Er hat das Unternehmen, das ursprünglich als Fünf-Mann-Betrieb in erster Linie Dehnungsmesssteifen aus den USA in Deutschland vertrieb, zu einer mittelständischen, weltweit agierenden Entwicklungs- und Produktionsgruppe mit etwa 200 Mitarbeitern in Ortenburg und etwa 550 weltweit geführt. Wisspeintner trat 1976 in das Unternehmen ein, kurz nachdem Franz Frischen seine 1968 in Hannover gegründete Firma nach Ortenburg verlegt hatte. Das Handelsunternehmen entwickelte sich zu einem produzierenden Unternehmen, und Physiker Johann Salzberger kam ein paar Monate später als erster Vertriebsingenieur hinzu.
Erstes Highlight war das 1980 auf der Interkama in Düsseldorf vorgestellte erste eigene Wirbelstrommesssystem. Es folgten weitere Neuentwicklungen und die stetige Erweiterung um weitere Sensor-Produktgruppen, 1987 kam der Bereich der optischen Messtechnik hinzu. Nach der Wende erfolgten Zukäufe und Auslandsniederlassungen. Das Krisenjahr 2009 hat Micro-Epsilon gut überstanden und den Umsatzrückgang in den folgenden zwei Jahren mehr als aufgeholt, sodass es die seit 30 Jahren bestehenende Umsatzsteigerung von durchschnittlich 16 Prozent jährlich weiterhin verzeichnen konnte. Als Lehre aus der Krise möchte das Unternehmen sich breiter aufstellen und in neuen Branchen aktiv werden. Neben dem Halbleiterbereich, der gestärkt werden soll, sieht Prof. Sellen zum Beispiel die Luftfahrt und die Medizintechnik als interessante Zukunftsmärkte für das Unternehmen.
Karl Wisspeitner sieht sein Unternehmen gut aufgestellt und ist zuversichtlich, was die Zukunft von Micro-Epsilon betrifft – trotz aktueller Finanzkrise –, denn abgesehen davon, dass Sensorik immer gebraucht wird, »kann die Welt ohne Sensorik nicht mehr ernährt werden«. Er bleibt dem Unternehmen erhalten, indem er die Koordination der Micro-Epsilon Holding übernimmt und somit die Geschicke der Firmengruppe lenkt, zu der inzwischen 20 Unternehmen gehören mit einem Gesamtumsatz von etwa 100 Millionen Euro.
Einblick in die Entwicklungsabteilung bei Micro-Epsilon
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